Sitzungsbericht: Rechnungsprüfungsbericht, Erklärung Der Ersten Präsidentschaft Und Unterstützte Autoritäten
Conference record
RECHNUNGSPRÜFUNGSBERICHT. ¶
Ältester Heber J. Grant verlas den Bericht des Rechnungsprüfungsausschusses der Kirche, der wie folgt lautete: ¶
Salt Lake City, Utah, 5. April 1911. Präsident Joseph F. Smith und Ratgeber: ¶
Liebe Brüder — Der unterzeichnete Ausschuss, der ernannt wurde, die Bücher und Konten der Kirche zu prüfen, hat seine Arbeit abgeschlossen und hat zu berichten, dass er die Bücher der verschiedenen Abteilungen und Ämter, denen die Einziehung, Verwaltung und Verteilung der Einnahmen der Kirche anvertraut ist, geprüft hat, und, beginnend mit den Konten des Treuhänders-in-Treu, die, wie Ihnen bekannt ist, den Großteil der gesammelten Einnahmen und Ausgaben der Kirche umfassen, freuen wir uns berichten zu können, dass sie sich vom buchhalterischen Standpunkt aus in ausgezeichnetem Zustand befanden, und dass alle Einnahmen und Ausgaben genau in den Büchern eingetragen erscheinen. Wir fanden auch die Bücher und Konten des Amtes des Präsidierenden Bischofs, wie bisher, in einem ausgezeichneten und genauen Zustand vor. Wenn Sie bedenken, dass dieses Amt mit etwa 62 Pfählen, 700 Gemeinden und 21 Missionen zu tun hat, ganz zu schweigen von der großen Zahl von Konten der verschiedenen Hilfsorganisationen der Kirche, können Sie das große Volumen der im Amt des Präsidierenden Bischofs abgewickelten Geschäfte gut verstehen; und es ist eine Freude zu sagen, dass diese große, vielschichtige und umfangreiche Menge an Geschäften sparsam, sorgfältig und richtig in den Büchern dieses Amtes eingetragen ist, und dass wir alles in zufriedenstellendem Zustand vorfanden. Dieses Amt sammelt und trägt auch in geeigneten Büchern und Aufzeichnungen eine große Menge statistischen Materials ein, das nicht finanzielle Angelegenheiten betrifft, sondern die Tätigkeiten der Kirche, welches wir sehr wertvoll und interessant fanden, und wir empfehlen es Ihrer Beachtung. ¶
Mit vorzüglicher Hochachtung, Ihre Brüder, ¶
W. W. Riter, August W. Carlson, John C. Cutler, Heber Scowcroft. Allgemeiner Rechnungsprüfungsausschuss der Kirche. ¶
Auf Antrag wurde der Bericht des Rechnungsprüfungsausschusses durch einstimmige Abstimmung der Versammlung angenommen und gebilligt. ¶
ERKLÄRUNG DER ERSTEN PRÄSIDENTSCHAFT. ¶
Ältester Grant verlas auch die folgende, selbsterklärende Erklärung der Ersten Präsidentschaft der Kirche: ¶
An die Amtsträger und Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, in Generalkonferenz versammelt: ¶
Liebe Brüder und Schwestern: ¶
Seit ihrer Organisation am 6. April 1830 ist die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bitter angegriffen worden, wobei sich die hauptsächlichen Pfeile der Verleumdung gegen ihre Führer richteten. Ihr erster Präsident, Joseph Smith, war die Zielscheibe der Pfeile des Missbrauchs schon vor jenem Datum, denn er wurde von bekennenden christlichen Predigern angegriffen, als er 1820 zuerst verkündete, er habe eine himmlische Kundgebung von wesentlicher Bedeutung empfangen. Falsche Darstellungen verfolgten ihn bis zum Tag seines Märtyrertodes 1844, als er grausam und gesetzlos in Carthage, Illinois, getötet wurde. Sein Nachfolger, der große Pionier und Kolonisator und Patriot Brigham Young, bekam seinen vollen Anteil an Verleumdung und Missbrauch während all der Jahre seiner erfolgreichen Laufbahn als Gründer eines herrlichen Gemeinwesens inmitten der Rocky Mountains. Jedes Oberhaupt der Kirche ist der Reihe nach verleumdet, verspottet, karikiert und geschmäht worden, und bis sie ihre Augen im Tod schlossen, wurden ihre Namen mit allem, was böse ist, in Verbindung gebracht, obwohl sie Männer der höchsten Art von Ehre, Rechtschaffenheit und Aufrichtigkeit waren. ¶
Es ist daher nicht verwunderlich, dass der gegenwärtige Amtsinhaber des Amtes, das sie so würdig innehatten, einer ähnlichen Behandlung unterworfen sein sollte. Und dennoch ist es, angesichts der Tatsache, dass die verschiedenen gegen die Kirche und ihre präsidierenden Amtsträger vorgebrachten Lügen wiederholt widerlegt und zerschlagen worden sind, etwas überraschend, dass die alten, abgestandenen und zerschlagenen Erfindungen in den beginnenden Jahren des aufgeklärten zwanzigsten Jahrhunderts wieder aufgegriffen und von neuem verwendet werden. Aber sie sind seit einiger Zeit von neuem durch angesehene Zeitschriften ausgeschlachtet worden (meist aus Federn, die einer solchen Anerkennung nicht für würdig gehalten werden können), mit demselben Ziel, das die mormonenfeindlichen Schriftsteller und Redner von Anfang an beseelt hat. ¶
Es ist eine Frage, ob Schweigen bewahrt werden sollte, als Zeichen jener Verachtung, die von den Zielscheiben ihres Grolls gegenüber diesen Angriffen und ihren Urhebern empfunden wird, aber es gibt so viele Bitten um Antworten, oder zumindest Erklärungen, zum Nutzen fragender Gemüter, dass es vielleicht angebracht ist, dass zum Wohl der lesenden Öffentlichkeit etwas offiziell erklärt werde. ¶
Die Untersuchung durch den Ausschuss für Privilegien und Wahlen des Senats der Vereinigten Staaten über das Recht des Senators aus Utah, Reed Smoot, den Sitz einzunehmen, zu dem er ordnungsgemäß gewählt worden war, die sich fast vier Jahre lang hinzog, erledigte die meisten der alten, jetzt aufgewärmten und für den gegenwärtigen Gebrauch zusammengeflickten Geschichten. Aber man muss sich durch mehrere dicke Bände arbeiten, um jene genaue Information zu erhalten, während der vermischte Unsinn und das Gift, das von Monat zu Monat ausgegossen wird, gegenwärtig sichtbar und in populärer Form vorliegt. Dennoch gibt es letztlich so viel schaumigen Wortschwall und unbewiesene Behauptung, dass es schwierig ist, in den geschickt formulierten Sätzen etwas Bestimmtes genug zu fassen, um es vorzuzeigen und seine Trugschlüssigkeit aufzudecken. Es gibt jedoch einige mehr oder weniger direkte Vorwürfe, die kurz zu beantworten sich lohnen mag. ¶
Der Kirche wird vorgeworfen, gewisse Zusagen gegenüber der nationalen Regierung gebrochen zu haben. Es wird auch behauptet, dass der Präsident der Kirche jährlich mehrere Millionen Dollar durch zwangsweise Abgaben von den Mitgliedern erhält, wobei diese Einnahmen unter seiner uneingeschränkten Kontrolle stehen, nicht Rechenschaft abgelegt wird und sie zu seinem persönlichen Gebrauch stehen. Weiter wird behauptet, dass er, zusammen mit einigen anderen Geistlichen, die politischen Angelegenheiten des Staates bestimmt, Senatoren und Abgeordnete in den Kongress entsendet und die Gemeinschaft mit eiserner Hand beherrscht, zur Untergrabung der individuellen Freiheit und zur Zerstörung des amerikanischen Bürgertums. Zur Stützung dieser Vorwürfe wird nichts vorgebracht außer Beschimpfung und der Wiederholung erfundener Erzählungen, wahrhaft grotesk in ihrer offenkundigen Absurdität. Wir erklären sie hiermit für völlig falsch und ohne jede Grundlage. ¶
Erstens, was Zusagen oder Abkommen der Kirche mit der Regierung der Vereinigten Staaten betrifft: Dieser Vorwurf ist auf den ersten Blick lächerlich, wie oft oder nachdrücklich er auch wiederholt wird. Die Abkommen oder Vereinbarungen zwischen Utah und der Regierung, auf deren Grundlage die Staatlichkeit erlangt wurde, wurden nicht von der Kirche oder ihren Autoritäten geschlossen, und konnten es auch tatsächlich nicht werden. Sie wurden durch das vom Kongress ausgearbeitete Ermächtigungsgesetz gefordert und vom Staat in seiner Verfassung vollständig erfüllt, und dies wurde in der Proklamation des Präsidenten offiziell bekannt gegeben. Die einzige Zusage, die von den Autoritäten der Kirche gemacht wurde und die als Abkommen ausgelegt werden könnte, war jene, die in einer Bittschrift um Amnestie für gewisse Personen enthalten war, die aufgrund der aus den Gesetzen des Kongresses gegen die Vielehe entstandenen Anklagen in rechtlicher Gefahr oder Haft waren. Diese wurde im Dezember 1891 abgefasst und von der damaligen Präsidentschaft und den Aposteln der Kirche unterzeichnet, und das gegebene Versprechen lautete in diesen Worten: ¶
„Als Hirten eines geduldigen und leidenden Volkes bitten wir für sie um Amnestie und verpfänden unsere Treue und Ehre für ihre Zukunft." ¶
Dies mag mit dem sogenannten Manifest von Präsident Wilford Woodruff verbunden werden, das von der Kirche in Konferenz versammelt am 6. Oktober 1890 angenommen wurde, worin er seine Absicht ankündigte, gemäß den Gesetzen der Vereinigten Staaten zu leben, und erklärte: „Mein Rat an die Heiligen der Letzten Tage ist, dass sie keine dem Gesetz des Landes zuwiderlaufende Ehe schließen." Seit jener Zeit hat die Kirche keine Mehrehen vollzogen oder irgendeine Übertretung des so verbotenen Gesetzes genehmigt. Aber es gab manche Personen, die die Sprache jenes Manifests so auslegten, dass sie sich auf Mehrehen innerhalb der Grenzen der Vereinigten Staaten beziehe, da dies „das Land" sei, in dem die erwähnten Gesetze galten. Sie gingen daher nach Mexiko oder zogen dorthin um und handelten so nach dem, was sie für richtig hielten, ohne das Manifest zu verletzen. Sie betrachteten die Mehrehe innerhalb der Vereinigten Staaten als malum prohibitum und nicht als malum in se. ¶
Als dieser Zustand entdeckt wurde, wurde eine weitere Erklärung von Präsident Lorenzo Snow abgegeben, der Präsident Woodruff nachfolgte, worin er ankündigte, dass das Manifest sich auf jeden Ort erstrecke, und dass „die Kirche die Praxis der Vielehe oder die Vollziehung von Mehrehen in diesem und in jedem anderen Staat entschieden aufgegeben hat, und dass kein Mitglied oder Amtsträger derselben irgendeine Vollmacht hat, eine Mehrehe zu vollziehen oder eine solche Beziehung einzugehen." Dies wurde am 8. Januar 1900 im Deseret News in Salt Lake City veröffentlicht. ¶
Da Gerüchte über heimliche Verbindungen entgegen diesen offiziellen Ankündigungen umliefen, [Lücke im englischen Quelltext selbst: das Subjekt und Verb dieses Satzteils fehlen im Original] das Verbot, und erklärte, dass jede Person, die eine Mehrehe eingeht oder vollzieht, gemäß den Regeln der Kirche behandelt und aus ihr ausgeschlossen werden würde. ¶
Solche Übertretungen dieser klaren Erklärungen, wie sie gemeldet worden sind, wurden, wo immer sie durch hinreichende Beweise nachgewiesen wurden, von kirchlichen Gerichten behandelt, und die Übertreter wurden diszipliniert oder ausgeschlossen. Dieser Kurs wird beibehalten werden, unter gebührender Beachtung der Rechte des Einzelnen und der Gesetze der Kirche, wobei bloßes Gerücht oder Klatsch ohne Beweis, weder in einem zivilen noch in einem kirchlichen Verfahren, unzureichend ist. Wir protestieren gegen den Vorwurf, dass die Kirche oder ihre führenden Amtsträger die Wiederaufnahme von Mehrehen ermutigen, und erklären dies hiermit für absolut falsch. ¶
Was die Andeutung betrifft, die Kirche habe ein Abkommen gebrochen, sich nicht wieder in politische Angelegenheiten einzumischen, so fordern wir zur Vorlage einer solchen Zusage auf. Es gibt kein solches Abkommen. Die Autoritäten der Kirche haben sich nie angemaßt, den Mitgliedern politisch etwas vorzuschreiben. Die Kirche hat nie versucht, den Staat zu beherrschen, und hat dies auch nicht getan, seit die Verfassung abgefasst wurde. Es gibt politische Bewerber, die versucht haben, die Kirche zu beherrschen, und die, nachdem sie in ihren Bemühungen gescheitert sind, in ihrer Enttäuschung so erbittert geworden sind, dass sie Zeit, Geld und Ansehen darauf verwenden, die Kirche und jene ihrer Amtsträger zu bekämpfen, die sich geweigert haben, den so gewünschten Einfluss einzusetzen. In Utah ist jeder Bürger vollkommen frei, so zu stimmen, wie er oder sie es durch eine absolut geheime Wahl wünscht. Vorwahlen, Versammlungen und die von den verschiedenen politischen Parteien verwendete politische Maschinerie sind üblich, und Senatoren werden von der Gesetzgebung gewählt und Abgeordnete durch Volkswahl wie anderswo. Eine auffallende Tatsache zur Erwägung durch faire Gemüter ist, dass trotz aller Geschichten über kirchliche Bevormundung nicht ein einziges Beispiel angeführt werden kann, in dem irgendein Kirchenmitglied dafür diszipliniert worden wäre, für oder gegen einen Kandidaten oder einen Vorschlag gestimmt zu haben. Anhänger jeder Partei besteigen die Bühne und äußern frei ihre Ansichten und Gefühle gegenüber ihren Gegnern, und wenn es etwas wirklich Beanstandenswertes gibt, so ist es der Überschuss jener Freiheit in der Hingabe an persönliche Angriffe und andere Ausschweifungen der Parteilichkeit, die zutiefst zu bedauern und zu verurteilen sind. Aber die Kirche mischt sich nicht ein und versucht nicht, die Freiheit ihrer Mitglieder einzuschränken. Die hauptsächlichen Ankläger der Kirche, sie beherrsche die Politik, sind Personen, die jenen Einfluss für sich selbst gesucht haben und darüber erzürnt sind, dass sie ihn nicht erlangen konnten. Es gibt Politiker, die ihren persönlichen Einfluss ausüben, um ihre eigenen Ziele zu erreichen, und die dennoch einem Kirchenmann das Recht verweigern, eine Meinung zu äußern, selbst wenn er danach gefragt wird. Wir beanspruchen für Amtsträger der Kirche ebenso wie für Kirchenmitglieder alle Rechte und Privilegien amerikanischer Staatsbürger, nicht weniger und nicht mehr; und wir beanspruchen oder üben keine Macht aus, um jemanden zu zwingen oder zu nötigen oder in die Freiheiten irgendeiner Person einzugreifen, und alle gegenteiligen Behauptungen sind schändlich unwahr. ¶
Vorwürfe der Illoyalität, des Verrats und ähnlicher Absurditäten, die von Zeit zu Zeit auftauchen, um die öffentliche Meinung zu beunruhigen, werden hinreichend durch die Antworten beantwortet, die stets gegeben worden sind, wenn unser Land in Kriegszeiten oder Friedenszeiten um Hilfe gebeten hat. Es gibt kein von unseren Verleumdern angeführtes Beispiel für irgendetwas, was wir getan oder versucht hätten, das ihren ungeheuerlichen Unwahrheiten Farbe verleihen würde. Aber die Geschichte bietet auffallende Ereignisse der Bereitstellung von Männern auf den Prärien zum Schutz der Post vor Überfällen der Indianer, des Dienstes während des Bürgerkriegs und hingebungsvoller Krieger im Spanisch-Amerikanischen Krieg und auf den Philippinen, die Sprösslinge führender „mormonischer" Familien waren. ¶
Das Thema der Kircheneinnahmen mag vielleicht mit Gewinn berührt werden. Die Heiligen der Letzten Tage glauben an den Zehnten. Es ist ein Grundsatz ihres Glaubens. Es ist eine alte Übung, die bis in patriarchalische Zeiten zurückreicht, wie es in der Bibel berichtet wird. Sie wurde 1838 in der Kirche eingeführt. Die Art ihrer Zahlung und Verteilung ist durch göttliche Vollmacht offenbart worden und ist seit jenem Datum in den Büchern der Kirche erschienen. Sie wird von den Autoritäten der Kirche selbst gewissenhaft befolgt. Sie ist nicht Eigentum des Präsidenten. Er beansprucht sie nicht und zieht sie nicht ein. Der Zehnte wird von den örtlichen Bischöfen in den jeweiligen Gemeinden empfangen und quittiert, die unter der Aufsicht der örtlichen Pfahlpräsidenten stehen. Über das gesamte Einkommen wird gegenüber der Präsidierenden Bischofschaft der Kirche Rechenschaft abgelegt, und es untersteht ihrer Leitung. Ihr Amt enthält vollständige Aufzeichnungen aller während jedes Jahres gezahlten Zehnten. Jeder Zehntenzahler wird in jenem Amt seine Aufzeichnung finden. Die gesamten Einnahmen und Ausgaben werden dort in vollständigster Einzelheit verbucht. Ein Rechnungsprüfungsausschuss, zusammengesetzt aus Männern, die in der Gemeinschaft für ihre Unabhängigkeit des Charakters und ihre geschäftliche Rechtschaffenheit bekannt sind, nicht den führenden Autoritäten der Kirche angehörend, ausgewählt von der Generalkonferenz, prüft und berichtet jährlich gründlich darüber. Die so empfangenen Mittel sind nicht Eigentum des Präsidenten der Kirche oder seiner Mitarbeiter, noch der Präsidierenden Bischofschaft, noch der örtlichen Bischöfe. Sie gehören der Kirche und werden für kirchliche Zwecke verwendet, einschließlich des Baus und der Instandhaltung von Tempeln, Versammlungshäusern, Schulen, Hochschulen, Universitäten und anderen Gebäuden, der Hilfe für die Armen und Betrübten, der Ausdehnung der Missionen im Ausland und der Hilfe für neue Ansiedlungen zu Hause, sowie mancher anderer Zwecke, und nur ein geringer Betrag wird für den Unterhalt von Personen verwendet, die ihre ganze Zeit dem Dienst der Kirche widmen, und zwar nicht aus dem Zehnten, sondern aus dem Ertrag von mit Gewinn getätigten Anlagen. Dies schließt die Präsidentschaft und andere Führer der Kirche ein. Alle ungeheuerlichen Geschichten über den Reichtum, über den die Häupter der Kirche verfügen, sind verzerrte Ausgeburten gestörter Gehirne oder vorsätzliche Unwahrheiten, die erfunden wurden, um die Öffentlichkeit zu täuschen. ¶
Es ist unmöglich, alle falschen Darstellungen aufzugreifen, die der Welt von mormonenfeindlichen Predigern und Schriftstellern gegeben worden sind. Sie haben ein Verdienst. Sie wecken Interesse an dem, was man die „mormonische" Frage nennt. Menschen werden so dazu gebracht zu untersuchen, und viele von ihnen finden die Wahrheit heraus und schließen sich dem Volk an, das so sehr verleumdet wird. Unsere Lehren sind der Welt offen. Sie sind nicht geheim oder in Geheimnis gehüllt. Wir verkünden das reine Evangelium Christi, wie es vom Himmel in diesen letzten Tagen durch den großen Propheten des neunzehnten Jahrhunderts, Joseph Smith, offenbart wurde. Wir laden die ganze Menschheit ein, unsere Lehren zu prüfen, und versprechen allen, die ihnen gehorchen, ein Zeugnis ihrer Wahrheit durch die Macht des Heiligen Geistes, der die Menschen wahrhaft frei macht. ¶
Wir lieben unser Land und beten für den Fortbestand seiner Regierung, wir unterstützen seine Einrichtungen, wir verehren die Verfassung. Wir sind stolz auf unseren Staat, und niemand auf dem Erdboden Gottes braucht das Wachstum und die Ausbreitung des „Mormonismus" zu fürchten, denn er ist die von neuem vom Himmel offenbarte Wahrheit, und er fördert Freiheit, Frieden, Fleiß, Mäßigkeit, Glauben, Hoffnung und Nächstenliebe, und steht für die Menschenrechte, das Heil der Menschheit und die Herrlichkeit des allerhöchsten Gottes. ¶
Joseph F. Smith, Anthon H. Lund, John Henry Smith, Erste Präsidentschaft der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. ¶
Auf Antrag wurde das von der Ersten Präsidentschaft vorgelegte Dokument entgegengenommen, und die darin enthaltenen Erklärungen wurden durch einstimmige Abstimmung der Versammlung herzlich gebilligt. ¶
UNTERSTÜTZTE AUTORITÄTEN. ¶
Ältester Hyrum M. Smith stellte die Generalautoritäten der Kirche vor, über die von der Versammlung abgestimmt werden sollte, wie folgt: ¶
Joseph F. Smith, als Prophet, Seher und Offenbarer und Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. ¶
Anthon H. Lund, als Erster Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft. ¶
John Henry Smith, als Zweiter Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft. ¶
Francis M. Lyman, als Präsident der Zwölf Apostel. ¶
Als Mitglieder des Rates der Zwölf Apostel: Francis M. Lyman, Heber J. Grant, Rudger Clawson, Reed Smoot, Hyrum M. Smith, George Albert Smith, Charles W. Penrose, George F. Richards, Orson F. Whitney, David O. McKay, Anthony W. Ivins und Joseph F. Smith Jr. ¶
John Smith, als Präsidierender Patriarch der Kirche. ¶
Die Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft und die Zwölf Apostel und der Präsidierende Patriarch, als Propheten, Seher und Offenbarer. ¶
Die Ersten Sieben Präsidenten der Siebziger: Seymour B. Young, Brigham H. Roberts, J. Golden Kimball, Rulon S. Wells, Joseph W. McMurrin, Charles H. Hart und Levi Edgar Young. ¶
Charles W. Nibley, als Präsidierender Bischof, mit Orrin P. Miller und David A. Smith als seinem ersten und zweiten Ratgeber. ¶
Joseph F. Smith, als Treuhänder-in-Treu für die Körperschaft religiöser Anbeter, bekannt als die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. ¶
Anthon H. Lund, als Kirchenhistoriker und Allgemeiner Kirchenschreiber. ¶
Andrew Jenson, Brigham H. Roberts und Joseph F. Smith Jr., als Hilfshistoriker. ¶
Als Mitglieder des Allgemeinen Bildungsausschusses der Kirche: Joseph F. Smith, Willard Young, Anthon H. Lund, George H. Brimhall, Rudger Clawson, Charles W. Penrose, Horace H. Cummings, Orson F. Whitney und Francis M. Lyman. ¶
Arthur Winter, als Sekretär und Schatzmeister des Allgemeinen Bildungsausschusses der Kirche. ¶
Horace H. Cummings, als Generalsuperintendent der Kirchenschulen. ¶
Prüfungsausschuss für Kirchenschulen: Horace H. Cummings, Vorsitzender; George H. Brimhall, James H. Linford und Willard Young. ¶
Rechnungsprüfungsausschuss: William W. Riter, August W. Carlson, Henry H. Rolapp, John C. Cutler und Heber Scowcroft. ¶
Tabernakelchor: Evan Stephens, Dirigent; Horace S. Ensign, Stellvertretender Dirigent; John J. McClellan, Organist; Edward P. Kimball und Tracy Y. Cannon, Stellvertretende Organisten; George C. Smith, Sekretär und Schatzmeister; Noel S. Pratt, Bibliothekar; und alle Mitglieder. ¶
Duncan M. McAllister, als Schriftführer der Konferenz. ¶
Jeder und alle der Genannten wurden ordnungsgemäß in den bezeichneten Stellungen durch einstimmige Abstimmung der Konferenz unterstützt. ¶
Präsident Joseph F. Smith sagte, nachdem er den Beginn von Orgelvorträgen im Tabernakel angekündigt hatte: „Diese werden wie gewohnt kostenlos sein. Ich glaube nicht, dass irgendeine Kirche in der Welt der Welt und den Mitgliedern der Kirche mehr kostenlose Literatur, mehr kostenlose Kunst oder mehr kostenloses Evangelium gibt als die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage." ¶
Danach sagte Präsident Smith: „Es wird auch vorgeschlagen, dass Bruder A. William Lund als Hilfshistoriker unterstützt werde." Angenommen. ¶