Die Pflichten der Eltern und der Kampf der Heiligen
Charles W. Penrose
Die Pflichten der Eltern in Zion. — Falscher Geist bei manchen jungen Menschen. — Der Kampf der Heiligen ist nicht fleischlich. — Die Mächte der Finsternis. — Die Sendung der Heiligen. — Jesus, nicht Luzifer, ist der Erstgeborene. — Vorherige Existenz der ganzen Menschheit — Bürgerrechte gleich für alle Bürger. — Werden wir die große Prüfung bestehen? — Endgültiger Sieg des Lichts und der Wahrheit. ¶
Ich hoffe, meine Brüder und Schwestern, dieselbe Aufmerksamkeit zu erlangen und von demselben guten Geist geleitet zu werden, den die Brüder, die mir vorangegangen sind, genossen haben, nicht nur heute Nachmittag, sondern in allen Versammlungen dieser Konferenz. Ich habe gedruckt gesehen, dass die Teilnahme an dieser Konferenz nicht so groß gewesen sei wie bei manchen früheren Gelegenheiten. Ich konnte nicht umhin, mich über diese Aussage zu wundern; denn von der ersten Versammlung der Konferenz an hatten wir eine überaus großartige Teilnahme. Nicht nur der untere Teil dieses Tabernakels ist gefüllt gewesen, mit Ausnahme einiger weniger Plätze im nordöstlichen Teil, sondern auch die Galerien waren überfüllt mit aufmerksamen Heiligen der Letzten Tage, die Gott anbeten und in den Dingen seines Reiches unterwiesen werden wollten. Der Geist des Herrn ist über jene ausgegossen worden, die zu uns gesprochen haben, von den Eröffnungsworten Präsident Joseph F. Smiths bis zum gegenwärtigen Augenblick. Ich habe die Sitzungen dieser Konferenz außerordentlich genossen. Es hat mich gefreut, das Verlangen zu sehen, das die Heiligen der Letzten Tage in ihrer Teilnahme und ihrer Aufmerksamkeit zeigten, sowie den Geist, der sie umgibt und den sie atmen. Ich habe darin ein Zeichen der Ausbreitung des Werkes Gottes und des Wachstums seines Reiches — seines geistigen Reiches — in den Herzen des Volkes gesehen, ebenso wie der Ausbreitung der sichtbaren Kirche Christi unter den Völkern der Erde. ¶
Ich hoffe, dass unsere Kinder gelehrt worden sind, die Zehn Gebote zu lernen, die uns heute Nachmittag von Bruder Hyrum M. Smith vorgelesen wurden, sowie die Vorschriften des Neuen Testaments, sodass sie mit ihnen vertraut sind. Ich stelle fest, dass unseren Kindern in den Sonntagsschulen diese Vorschriften und diese Gebote gelehrt werden, und sie werden mit einer Kenntnis davon aufwachsen, wenn sie die ihnen erteilten Lektionen nicht bloß auswendig lernen und wenn sie auch daheim in Bezug auf diese wichtigen Dinge unterwiesen werden. Ich erinnere mich an eine Geschichte von einem Mann, der wettete, dass ein Freund von ihm das Vaterunser nicht kenne, und die Wette wurde angenommen, das Geld hinterlegt, und der Mann, der das Geld hingelegt hatte, war sehr zuversichtlich. Als er gebeten wurde, das Vaterunser aufzusagen, sagte er: ¶
„Nun leg ich mich schlafen nieder, ich bitte den Herrn, meine Seele zu behüten; und sollte ich sterben, eh ich erwache, bitte ich den Herrn, meine Seele zu sich zu nehmen." ¶
Der andere Mann sagte: „Nun, das Geld gehört dir; aber ich hätte nicht geglaubt, dass du es schaffst." (Gelächter.) Es wird behauptet, dies sei ein Senator der Vereinigten Staaten gewesen, aber ich halte das für eine Verleumdung. Es mag jedoch wahr sein. Was wir brauchen, meine Brüder und Schwestern, ist, dass diese Grundsätze und Vorschriften unserem eigenen Sinn eingeprägt werden, und auch dem Sinn der heranwachsenden Generation. Es herrscht ein Geist unter einem Teil der Heiligen der Letzten Tage — den jungen Männern —, nicht so sehr bei den jungen Damen, aber bei manchen unserer jungen Männer, die von einem Geist und Einfluss irregeführt werden, der nicht von Gott, sondern vom Bösen ausgeht, und ich fürchte, sie sind nicht ausreichend in den Grundsätzen und Vorschriften des Evangeliums Jesu Christi unterwiesen worden, sodass diese in ihren Seelen verwurzelt mit ihnen aufgewachsen wären. Dieser Teil des Werkes obliegt den Eltern in Zion. Der Herr hat im Anfang geoffenbart, dass, sofern Eltern, die Kinder in Zion haben, sie nicht die Lehren des Glaubens an den Herrn Jesus Christus, der Umkehr und der Taufe zur Vergebung der Sünden, und des Auflegens der Hände für die Gabe des Heiligen Geistes lehren, wenn sie acht Jahre alt sind, die Sünde auf den Häuptern der Eltern liegen solle; und die Bewohner Zions sollten ihre Kinder lehren zu beten, den Sabbat zu halten und in aller Heiligkeit vor dem Herrn zu wandeln. Sie sollten ihnen die Vorschriften lehren, die wir in dieser Konferenz gehört haben. Ich glaube nicht, dass so viele unserer jungen Männer verwildern und sich in den Geist der Welt hineinziehen lassen, berauschende Getränke gebrauchen und ihr System mit Tabak und anderen Dingen beflecken würden, von denen der Herr gesagt hat, dass sie dem Menschen nicht gut tun, wenn ihnen daheim stets ein rechtes Beispiel vor Augen gestellt und diese Grundsätze ihnen von ihren Eltern eingeprägt worden wären. Sie mögen diese Dinge in der Sonntagsschule lernen und sie leicht wieder vergessen; aber die Kraft des Beispiels daheim und die Eindrücke, die von den Müttern in den kleinen Kindern hervorgerufen werden, sind bleibend und werden auf ihren Seelen liegen, solange sie im Fleisch leben, und durch die ganze Ewigkeit hindurch. ¶
Wir haben heute gehört, dass die Heiligen der Letzten Tage niemandem Böses zufügen wollen. Sie trachten nicht danach, jemandem Schaden zuzufügen. Sie greifen die Glaubensbekenntnisse der Menschen nicht an. Sie ziehen nicht aus, um zu kämpfen. Sie wollen keine fleischlichen Waffen ergreifen. Aber sie haben sich von Anfang dieses Werkes an in der Verteidigung halten müssen. Seit dem Aufkommen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist sie angegriffen worden. Im Allgemeinen sind die Bewegungen gegen sie unter Menschen anderer religiöser Überzeugungen entstanden. Es sind Personen gewesen, die sich zur christlichen Religion bekannten und Lehrer davon zu sein behaupteten, von denen die Unwahrheiten und falschen Darstellungen über uns, unsere Taten, unsere Beweggründe, unsere Grundsätze ausgegangen sind; und sie sind von verdorbenen, bösartigen und übelgesinnten Personen aufgegriffen worden. Und so hat sich der Kampf fortgesetzt. Wir haben in Selbstverteidigung gestanden. Manchmal sind wir beim Ergreifen dieser Waffen ein wenig energisch gewesen — nicht der Waffen, die man fleischlich nennt, sondern polemischer Auseinandersetzungen, Argumente, Aussagen der Wahrheit, Verweise auf die Schrift und auf das Leben und die Werke unserer Führer, die wir als ehrenhafte Männer dargestellt haben, die die Gebote Gottes halten und in Frieden mit ihren Mitmenschen leben wollten. Aber dem Volk dieser Kirche ist eine Sendung anvertraut worden, nämlich das Evangelium des Friedens bis an die Enden der Erde zu verkünden, die Wahrheit zu erklären, Zeugnis zu geben, dass Gott von neuem aus den Himmeln gesprochen hat, dass er die Vollmacht des heiligen Apostelamts und Priestertums wiederhergestellt hat, dass er Menschen auf der Erde Macht und Vollmacht verliehen hat, ihn zu vertreten und für ihn zu handeln, und dass, was sie durch seine Vollmacht und auf die von ihm bestimmte Weise tun, nicht nur auf Erden besiegelt und verzeichnet, sondern auch in den Himmeln besiegelt und verzeichnet werden wird, und dass dieses Evangelium für alle, die es hören, „ein Geruch des Lebens zum Leben oder des Todes zum Tode" ist. Diese Sendung ist uns gegeben. Es wird von uns verlangt, dieses Evangelium ins Ausland zu tragen, oder mitzuhelfen, es dorthin zu senden, bis jede Nation und jeder Stamm und jede Zunge und jedes Volk unter dem ganzen Himmel den Klang des Evangeliums gehört hat und die Gelegenheit gehabt hat, es anzunehmen oder abzulehnen; und die Folgen werden auf ihren eigenen Häuptern liegen. ¶
Nun, in diesem großen Werk, mit dem wir befasst sind, wie ich gesagt habe, erwarten wir nicht, fleischliche Waffen zu gebrauchen. Gott hat erklärt, dass er unsere Kämpfe führen wird. Er hat uns gesagt, uns nicht vor unseren Feinden zu fürchten. Ich glaube nicht, dass der Geist der Furcht unter den Heiligen der Letzten Tage herrscht. Ich weiß, dass er nicht unter ihren Führern herrscht. Wir sollen uns nicht vor unseren Feinden fürchten; denn Gott hat erklärt, dass er unsere Kämpfe führen wird. Es ist wahr, er hat zugelassen, dass die Kirche von Ort zu Ort vertrieben wurde. Er hat zugelassen, dass sich die Bösen in ihrem Zorn und ihrer Wut erhoben und einige der Heiligen Gottes erschlugen; und Joseph und Hyrum, jene zwei edlen Brüder, die in Liebe zusammenlebten und zur selben Zeit starben und in die Gegenwart ihres Schöpfers eingingen, waren Märtyrer für das Wort Gottes und für das Zeugnis Jesu. Aber so war es auch in alter Zeit; so ist es von Anfang an gewesen. Und obwohl der Herr zulassen mag, dass diese Dinge geschehen, wird er aus all diesem scheinbaren Übel Gutes hervorbringen. Das Werk Gottes ist vorangeschritten, die Grundsätze des Evangeliums sind gepredigt worden, und die Welt ist durch das Licht aufgerüttelt worden, das der Herr in sie gesandt hat und das aus den Lehren seiner Diener hervorgestrahlt ist. Aber auch der Geist und die Macht der Finsternis sind hier, und es wird einen großen Kampf geben, bis sie überwunden sind. ¶
Ich möchte zwei oder drei Verse vorlesen, die mir eingefallen sind, während unsere Brüder Schrift verlesen haben. Sie stehen im Brief des Paulus an die Epheser, im 6. Kapitel, beginnend beim 12. Vers: ¶
„Denn wir haben nicht mit Wesen (oder: Gegnern) von Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit den (überirdischen) Mächten, mit den (teuflischen) Gewalten, mit den Beherrschern dieser Welt der Finsternis, mit den bösen Geisterwesen in der Himmelswelt. ¶
„Darum nehmt die volle Waffenrüstung Gottes zur Hand, damit ihr imstande seid, am bösen Tage Widerstand zu leisten, alles gut auszurichten und das Feld zu behaupten!" ¶
Dies ist ein wirklicher Kampf, der auf diesem Planeten stattfindet, auf dem du und ich leben. Er begann im Anfang. Er wurde durch Übertretung möglich gemacht. Unsere Eltern im Garten übertraten ein Gesetz, das Gott ihnen gegeben hatte, und durch das Übertreten jenes Gesetzes trat die Macht des Bösen in diese Welt ein. Es heißt, dass im Anfang Satan in die Schlange eingegangen sei und Satan die Schlange gewesen sei; dass er listiger gewesen sei als alle Tiere des Feldes. Das ist sein Wesen. Wir erfahren ein wenig über sein Wesen durch das, was er tat, ehe diese Erdkugel als Wohnstätte für die Kinder des Herrn geschaffen wurde. Er war im Anfang beim Vater, wie es Jesus war. Jesus sagte: „Auch ich war im Anfang beim Vater, und bin der Erstgeborene." Ich weiß, dass manche unseres Volkes den Gedanken gefasst haben, Luzifer sei der Erstgeborene gewesen und habe seine Stellung und sein Erstgeburtsrecht durch Übertretung verloren. Aber Jesus ist der Christus, der Erstgeborene unter den Söhnen Gottes, „der Erstgeborene jeder Schöpfung." In jenem 93. Abschnitt der Lehre und Bündnisse, aus dem Bruder George Albert Smith soeben vorgelesen hat, erklärt Jesus Christus, der auf dem Berg Golgatha gekreuzigt wurde und von den Toten auferstand und zur Rechten des Vaters saß und der in diesen letzten Tagen mit dem Vater erschienen ist und das immerwährende Evangelium geoffenbart hat, dass er im Anfang beim Vater war und der Erstgeborene war. „Auch ihr", sagt er, „wart im Anfang beim Vater." „Der Mensch war im Anfang beim Vater." Wir sind die Söhne und Töchter Gottes und waren im Anfang mit Christus. Wenn wir vom „Anfang" sprechen, meinen wir den Anfang, wie er sich auf diese Erde bezieht, auf der wir leben. Als der Plan für die Bildung dieser Erdkugel gefasst wurde, damit sie zur rechten Zeit und auf die rechte Weise an ihren rechten Platz gelange, dass sie sich in ihrer Umlaufbahn drehe und nicht in die Umläufe irgendeines der Planeten und Sterne eingreife, die Gott, unser Vater, gemacht hatte, das war der „Anfang", von dem in der Schrift gesprochen wird. Aber bei Gott gibt es keinen Anfang, und es gibt kein Ende. Bei der Intelligenz, die das Licht der Wahrheit ist, gibt es keinen Anfang, und es kann kein Ende geben. Das Wesen unserer geistigen Existenz steht dem gleich. Aber in unserem Anfang als Söhne und Töchter Gottes waren wir dort beim Vater und beim Erlöser; und gemäß den Offenbarungen, die Gott in diesen letzten Tagen gegeben hat, war jenes Wesen, das Luzifer oder Satan oder Beelzebub oder die Schlange oder der Widersacher oder der Ankläger der Brüder genannt wird, ebenfalls dort und führte „ein Drittel der Heerscharen des Himmels wegen ihrer Handlungsfreiheit" in die Irre und war zwar eine listige Intelligenz, aber er missbrauchte die Intelligenz, die er besaß, zu einem bösen Zweck. Durch die Übertretungen unserer ersten Eltern erlangte er Macht auf dieser Erdkugel, und er hat sie von jener Zeit bis zum heutigen Tag behalten. Er hat mitgeholfen, Könige einzusetzen und Könige zu stürzen. Er ist „der Fürst der Macht der Luft." Er ist jener Böse, den Christus bei seinem Kommen binden wird, damit er nicht mehr Macht über das Angesicht dieser Erde habe. Aber er ist jetzt hier, und seine Heerscharen sind hier; und sie sind es von Anfang an gewesen. ¶
Ich habe nicht die Zeit, die Schriften vorzunehmen und die Einflüsse aufzuzeigen, die er und seine Genossen über Nationen und Königreiche, Fürsten und Völker ausgeübt haben; aber es genügt zu sagen, dass, als Christus Jesus, unser Herr, von Johannes im Fluss Jordan getauft wurde, als er dreißig Jahre alt war, er vom Geist in die Wildnis geführt wurde, damit er jener bösen Macht gegenüberstehen könnte, die von Anfang an auf der Erde gewesen ist. Licht kam über die Welt, und es gab auch Finsternis. Die Zustände dieser Erdkugel sind für diesen geistigen Zustand kennzeichnend. Licht ist hier, und Menschen können Licht empfangen. Finsternis ist hier, und Menschen können sich den Werken der Finsternis hingeben. Wenn Licht in die Welt kommt und sie es ablehnen, tun sie dies, weil ihre Werke böse sind, wie Christus aufgezeigt hat. Jesus wurde auf den Berg geführt, damit der Geist und die Macht der Finsternis mit ihm konfrontiert werden könnten. Ihm wurden die Königreiche dieser Welt gezeigt, mit all ihrer Pracht und Macht, ihrem Reichtum und ihrer Herrlichkeit und Stärke. Jener Böse versuchte ihn und sagte: Wenn du dich niederwirfst und mich anbetest, werde ich dir dies geben; denn es gehört mir. Natürlich, wenn er wirkt, hat er gewöhnlich ein wenig Wahrheit mit einer großen Menge Falschheit vermischt. So ist es mit jenem Bösen. Es lag so viel Wahrheit in dem, was er zu Jesus sagte: Er hatte vorübergehend Herrschaft über die Nationen der Erde erlangt, er beeinflusste sie und ihre Herrscher, und sie standen unter seiner Herrschaft, aber jene Herrschaft war nur für eine Zeit. Dennoch versprach er Jesus, dass er ihm, wenn er ihn anbeten würde, all diese Königreiche und ihre Herrlichkeiten geben würde. Aber Jesus sagte ihm, hinter ihn zu treten. Er verstand es besser; er begriff, dass dies der Geist der Finsternis war. So war es auch, als dasselbe Wesen Mose gegenüberstand, wie wir es in der Köstlichen Perle lesen. ¶
Ich erwähne dies nur, um die Haltung dieses Wesens aufzuzeigen. Gemäß dem Buch Mormon ist er ein Einzelwesen. Gemäß der Lehre und Bündnisse ist er eine Persönlichkeit. Gemäß der Bibel ist er ein geistiges Wesen. Er ist hier auf der Erde, wie Paulus sagt, und geht umher „wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann", oder wie eine Schlange, die versucht, die Menschheit zu versuchen und von Gott wegzuführen. Nun, jener Geist ist in der Welt — der Geist der Macht der Finsternis, der Geist jenes Bösen. Nachdem Jesus Christus einige Zeit in seinem Wirken gestanden hatte, erklärte er: „Der Fürst dieser Welt kommt, aber er hat nichts in mir." Jesus war von ihm geprüft und versucht worden; alle Arten von Listen waren gegen unseren Erlöser eingesetzt worden; aber sie scheiterten gänzlich und vollständig, und Jesus war ohne Makel oder Fehl. Er kannte keine Sünde. Trug wurde in seinem Mund nicht gefunden. Er hielt jedes Gebot; und er kam nicht, um seinen eigenen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der ihn gesandt hatte. Als also der Fürst dieser Welt herankam, gab es nichts in Christus, das er berühren konnte; denn er war ohne Sünde und ohne Makel. ¶
Nun, wenn wir die Gebote Christi halten und im Geist unseres Erlösers wandeln, wird es keinen Platz für Satan in unseren Herzen noch in unseren Häusern geben. Aber diese Mächte des Bösen sind auf der Erde, und sie sind herabgekommen, wie Johannes sie in der Vision sah, kurz vor der Zeit des Endes, „voll großen Zorns; denn sie wissen, dass ihre Zeit kurz ist." Wie wirken sie? Nun, wenn sie können, wirken sie durch die Kinder des Reiches. Wenn sie können, bewegen sie sich gegen dich, gegen mich, gegen jeden Mann und jede Frau in der Kirche, die versucht oder abgelenkt werden können. Aber nachdem wir immer wieder widerstanden haben, wird die Zeit kommen, da sie ihre persönlichen Bemühungen gegen uns einstellen; aber sie werden uns durch unsere Kinder angreifen, oder durch unsere Gefährten daheim — den Mann oder die Frau daheim, die die Gebote Gottes nicht hält. Fallen werden besonders der heranwachsenden Generation gestellt. Diese Geister sind hier in dieser Stadt. Sie sind im ganzen Land. Sie sind einigermaßen über die ganze Erde verteilt; aber sie konzentrieren ihre Bemühungen in hohem Maß gerade hier, wo wir leben. Nun, wir führen keinen persönlichen Kampf, selbst nicht gegen unsere Feinde. Jene, die verleumden und schmähen, die versuchen, uns zu reizen, damit wir antworten und uns rächen, mögen das tun und scheitern. Mögen sie mit ihren bösen Werken fortfahren. Daniel sah in der Vision der letzten Zeiten, dass „die Bösen böse handeln würden, und keiner der Bösen es verstehen würde"; aber die Weisen, sagt er, „werden es verstehen, und jene, die viele zur Gerechtigkeit führen, werden leuchten wie die Sterne und wie die Sonne für immer und immer." Mögen sie also mit ihrem bösen Werk fortfahren. Aber lasst uns unser Werk des Lichts und der Wahrheit und der Rechtschaffenheit tun. ¶
Es tut mir leid, manchmal Bemerkungen von manchen unserer jungen Männer zu hören, die zeigen, dass sie sich in diesen bösen Geist der Verleumdung und des Vorwurfs gegen Männer hineingezogen haben, die rein in ihrem Leben sind, die Gott dienen, die ihrem Land dienen und die ihre Pflicht tun. Ich will hier für mich selbst sagen, dass ich denke, jeder Mann in dieser Kirche, ganz gleich welche Vollmacht er im Priestertum haben mag, hat ebenso viele bürgerliche Rechte wie jeder andere amerikanische Bürger. Ich beanspruche für ihn nicht mehr, und ich gestehe ihm nicht weniger zu. Jeder Mann, der amerikanischer Bürger ist, steht der Theorie nach gleich vor dem Gesetz. Es ist nicht wahr, dass wir alle gleich geboren werden an Größe oder körperlicher Statur oder Kraft, oder an Reichtum, oder an Verstand, oder an manchen Möglichkeiten; aber jede Person, die in den Vereinigten Staaten geboren oder rechtmäßig eingebürgert wird, ist ein Bürger auf gleicher Ebene mit anderen Bürgern, soweit es die Rechte und Vorrechte eines Bürgers betrifft. Ich habe einige unserer jungen Männer auf eine Weise sprechen hören, die zeigt, dass sie das nicht zu schätzen wissen, und sie lassen sich in den Geist des Widerstands hineinziehen, der von jenem Bösen kommt. Ich zweifle nicht, dass es Menschen gibt, die dieser Kirche widerstehen und dabei irren und in ihren Absichten weder verdorben noch böse sind, aber deren Augen von den Mächten der Finsternis verblendet sind. Aber die Wurzel dieses Widerstands liegt in Ungerechtigkeit, in Finsternis, in Verdorbenheit, in Bösem. Prüft das Leben vieler von denen, die sprechen, und besonders derer, die gegen die Kirche Gottes und gegen sein Zion kämpfen, und ihr werdet feststellen, dass sie von jener Art sind, die heute hier erwähnt worden ist. Aber wir wollen das nicht gegen sie vorbringen. Wir kämpfen nicht gegen sie als Einzelpersonen. Unser Kampf gilt jenen Mächten, die hinter dem Schleier stehen; und der einzige Weg, sie wirksam zu bekämpfen, ist, sie von unseren Seelen fernzuhalten und unsere Kinder die Grundsätze des ewigen Lebens zu lehren, damit sie diesen bösen Mächten nicht unterworfen werden. Wenn wir ihnen nachgeben, werden sie die Herren werden. Satan kann über kein menschliches Wesen Herrschaft erlangen, außer indem man ihm nachgibt. Wir sind dessen Diener, dem zu gehorchen wir uns entscheiden. „Widersteht dem Teufel, so wird er von euch fliehen", sagt der Herr. ¶
Nun, meine Brüder und Schwestern, wir befinden uns in einer jener Prüfungen, die häufig vorkommen — einer jener Bewährungen, die über diese Kirche kommen; und es bleibt abzuwarten, was wir tun werden. Der Herr lässt zu, dass diese Zeiten über uns kommen, damit wir geprüft, versucht und bewährt werden mögen, um zu sehen, ob wir standhaft bleiben werden, wie wir es aufgefordert werden zu tun in dem, was ich euch vorgelesen habe. Werden wir standhaft bleiben, oder werden wir nachgeben? Werden wir dem Teufel und seinen Werken Raum geben, oder werden wir als eine geeinte Schar der Heiligen des lebendigen Gottes dastehen, um unserem Himmlischen Vater zu dienen, seine Gebote zu halten und die Rechte und Vorrechte zu wahren, die wir gemeinsam mit allen anderen Menschen in diesem guten Land genießen sollten? Wir lieben die Verfassung unseres Landes, wie wir es heute gehört haben. Wir lieben die Einrichtungen, die der Menschheit jene Freiheit sichern, die alle Söhne und Töchter Gottes genießen sollten; und wir hoffen, die Grundsätze der Freiheit sich über die ganze Welt ausbreiten zu sehen und die Fahne der Freiheit in jeder Brise wehen zu sehen, und dass die Zeit bald kommen wird, da alle Menschen frei sein werden, Gott zu dienen und seine Gebote zu halten, oder jenen Weg einzuschlagen, der ihnen gefällt, wobei die Folgen in den Händen des Herrn liegen und ihnen gemäß Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zuteilwerden. Aber wir wollen nicht mit fleischlichen Waffen kämpfen. Wir wollen nicht zu den Maßnahmen, Plänen und Methoden der Gottlosen und Bösen und Verdorbenen herabsteigen. Wir wollen auch nicht unter ihre Herrschaft gebracht werden. Und ich sage euch: Wenn wir standhaft bleiben in der Freiheit, mit der Gott uns frei gemacht hat — im Evangelium, das das vollkommene Gesetz der Freiheit ist —, wird Gott dafür sorgen, dass aus all dem scheinbaren Übel Gutes hervorgeht, so wie er im Anfang dieser Erdkugel Licht aus der Finsternis hervorbrachte. Er ist über allem; er ist über alles. Seine Macht und Herrschaft erstrecken sich durch die weiten Bereiche des Raumes, auf dieser Erde und auf allen anderen, die er geschaffen hat. Er hat Absichten in Bezug auf uns wie auch auf sie, und er hat uns für eine Zeit und Jahreszeit hierher auf die Erde gesandt, damit wir bewährt, geprüft und versucht werden, um zu sehen, wessen wir würdig sind, sodass wir künftig dorthin gestellt werden mögen, wohin wir gehören, und Herrlichkeit, Unsterblichkeit und endlose Mehrung haben mögen, mit Herrschaften und Königreichen und Fürstentümern und Mächten für immer, wenn wir geeignet sind, sie zu haben; und wenn nicht, dass wir an unseren eigenen Ort gehen, das Gericht empfangen, das wir verdienen, und in jenen Grad der Herrlichkeit eingehen, für den wir uns geeignet gemacht haben. ¶
Nun, werden wir im Evangelium Christi standhaft bleiben? Werden wir den Mächten des Bösen widerstehen? Werden wir dafür sorgen, dass wir in unserem eigenen persönlichen Verhalten und Leben des Geistes des Herrn würdig sind, sodass Satan keine Herrschaft über uns haben kann, weder im Leib noch im Geist? Werden wir zu den Dienern des lebendigen Gottes stehen, die er berufen und bestimmt hat, sein Volk in den letzten Tagen zu führen? Werden unsere Herzen ihnen zugeneigt sein? Werden wir unter allen Umständen, in jedem Zustand zu ihnen stehen? Werden wir dem Priestertum treu sein, das Gott wiederhergestellt hat? Werden wir dem Evangelium treu sein, das er geoffenbart hat? ¶
Werden wir unsere Kinder die Dinge des Reiches lehren und sie in der Furcht des Herrn erziehen? Werden wir unsere Jungen und unsere Mädchen zurückhalten, wenn sie vom Rechten und vom geraden und schmalen Weg abweichen wollen? Lehrt sie, den Sabbat heilig zu halten. Lehrt sie, aus der Mitte der Bösen herauszukommen und nicht unrein zu sein wie sie. Lehrt sie, selbst den Anschein des Bösen zu meiden. Lehrt sie, rein im Herzen, im Geist, im Wort und in der Tat zu sein, ebenso wie im Leib. Lehrt sie, die Vorschriften zu beachten, die ihnen fortwährend dargelegt werden. Dann wird der Segen Gottes auf Zion ruhen, und sie wird sich erheben und leuchten; und mögen die Bösen sie auch ansehen und sagen: Lasst sie befleckt sein, so wird Gott sie doch in Zukunft aus all ihren Bedrängnissen erretten, wie er es in der Vergangenheit getan hat, und sie mehr als Siegerin hervorgehen lassen. Christus Jesus, unser König, wird kommen und Satan mit der Kette des Heiligen Priestertums binden, damit er von der Erde verbannt werde und die Erde von seinem Einfluss und seiner Knechtschaft befreit und für das Kommen unseres Ewigen Vaters bereitet werde, dessen Wohnstätte bei den Menschen sein wird, und er wird bei ihnen wohnen und ihr Vater und ihr Gott sein, alle Tränen von ihren Augen abwischen, und es wird keine Trauer mehr geben und keinen Schmerz mehr und keinen Tod mehr. Gott beschleunige diesen Tag, durch Jesus Christus. Amen. ¶