Der positive Charakter des Zeugnisses, das die Heiligen der Letzten Tage ablegen
Heber J. Grant
Der positive Charakter des Zeugnisses, das die Heiligen der Letzten Tage ablegen. — Die vernichtende Anklage eines christlichen Predigers gegen die modernen Kirchen. — Die Göttlichkeit des Mormonentums, bewiesen dadurch, dass die Heiligen den Heiligen Geist besitzen. — Geistige Gaben zeigen sich in der wahren Kirche heute wie in alten Zeiten. ¶
Ich wünsche mir ernstlich, dass ich die Anteilnahme, den Glauben und die Gebete dieser gewaltigen Schar von Heiligen der Letzten Tage haben möge, um mir heute Nachmittag beim Sprechen zu euch beizustehen. ¶
Ich habe während dieser Konferenz sehr viele Überlegungen gehabt, während ich den gemachten Bemerkungen zuhörte. Von der Eröffnungsansprache unseres Präsidenten bis zur letzten Rede habe ich mich an allem, was gesagt wurde, von Herzen erfreut, und es findet meine herzliche Zustimmung. Ich freue mich, ein Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage zu sein. Ich schätze dieses Vorrecht weit über jede Fähigkeit hinaus, die ich besitze, um meine Gefühle auszudrücken. Zu wissen, dass ich mit der Wahrheit verbunden bin, zu wissen, dass dieses Evangelium, dem du und ich uns verschrieben haben, tatsächlich der Plan des Lebens und der Errettung ist; dies gibt mir einen Frieden, eine Zufriedenheit und eine Freude, die sich nicht in Worte fassen lassen. Ich habe nicht die Fähigkeit, die Freude und die tiefe Dankbarkeit gegenüber meinem himmlischen Vater auszudrücken, die mein Herz erfüllen, für die Erkenntnis, die Er mir von der Göttlichkeit des Werkes gegeben hat, mit dem wir beschäftigt sind. ¶
Ich war besonders beeindruckt von den Bemerkungen, die Bruder Hyrum M. Smith hier heute gemacht hat, und von denen Bruder B. H. Roberts'. Wenn die herrlichen Grundsätze, die der Prophet Joseph Smith verkündet hat, tatsächlich wahr sind, so scheint es mir, dass sich jeder Einzelne, der eine Erkenntnis von ihnen erlangt hat, entschließen sollte, dass er mit und durch die Hilfe des Herrn tatsächlich zuerst das Reich suchen wird, sodass ihm alle notwendigen Dinge des Lebens hinzugefügt werden. ¶
Da ich mir bewusst war, dass ich zweifellos gebeten werden würde, heute Nachmittag hier zu sprechen, überlegte ich, während ich von meinem Heim herkam, über welches Thema ich imstande sein könnte, das Volk zu interessieren. Ich erinnerte mich, vor einigen Jahren in der „Brief History of the Church" von Edward H. Anderson eine Fußnote gelesen zu haben, als ich in San Francisco, während ich dort mit dem Chor war, eine Predigt hielt. Ich hielt am Auskunftsbüro an und holte mir die Geschichte, damit ich sie euch hier vorlesen könnte. Es wird berichtet, dass Roger Williams sich weigerte, weiterhin Pastor der größten Baptistenkirche in diesem Land zu bleiben, weil es — ich zitiere nun seine Worte — „keine ordnungsgemäß verfasste Kirche auf Erden gibt, noch irgendeine Person, die bevollmächtigt ist, irgendeine heilige Handlung der Kirche zu spenden; noch kann es eine solche geben, bis neue Apostel vom Großen Haupt der Kirche gesandt werden, auf dessen Kommen ich warte." (Aus „Picturesque America", S. 502.) Joseph Smith, ein Jüngling, war beim Lesen im Buch Jakobus von diesen Worten beeindruckt: „Sollte aber jemand von euch Mangel an Weisheit haben, so erbitte er sie sich von Gott, der allen ohne weiteres und ohne laute Vorwürfe gibt: dann wird sie ihm zuteil werden. Nur bitte er im Glauben, ohne irgendeinen Zweifel zu hegen; denn wer da zweifelt, der gleicht einer vom Wind getriebenen und hin und her geworfenen Meereswoge." Er ging hinaus in den Wald und betete zu Gott um Licht und Weisheit, und er erklärt, dass eine böse Macht ihn ergriff, während er betete. Als es schien, dass er überwältigt werden sollte, erschienen ihm Gott, unser Himmlischer Vater, und unser Herr und Meister, Jesus Christus. Er erinnerte sich, dass der Zweck seines Gebetes war zu erfragen, welche der verschiedenen christlichen Denominationen jener Zeit tatsächlich die Kirche Christi sei und welcher er sich anschließen solle. Der Vater, auf den Sohn weisend, sagte: „Dies ist mein geliebter Sohn: Hört auf ihn!" Joseph Smith zitiert die Worte des Erretters wie folgt, bezogen auf die verschiedenen christlichen Denominationen: „Dieses Volk ehrt mich nur mit den Lippen, ihr Herz aber ist weit entfernt von mir; doch vergeblich verehren sie mich, weil sie Menschensatzungen als Lehren verkünden; sie werden wohl noch den äußeren Schein der Gottseligkeit wahren, aber deren innere Kraft nicht erkennen lassen." ¶
Nun, die Heiligen der Letzten Tage haben nicht einen äußeren Schein der Gottseligkeit, der deren Kraft verleugnet, sondern sie haben tatsächlich das Evangelium Jesu Christi, mit all der Macht, mit all den Gaben, Gnaden und Vollmachten, die in jener Zeit offenbar waren, als das Evangelium auf Erden war, als Jesus Christus es Seinen Aposteln anvertraute. Ich freue mich, die Wahrheit zu besitzen; ich freue mich, ein Evangelium zu besitzen, das alle, die hinausgehen, es zu verkünden, mit Liebe zu ihren Mitmenschen erfüllt und mit der Entschlossenheit, die Botschaft des Lebens und der Errettung zu den ehrlichen Herzens zu bringen, trotz allem Widerstand, der ihnen entgegengebracht werden mag. Neunzig Jahre sind vergangen, seit Joseph Smith, ein Jüngling, verkündete, dass der Erretter ihm gesagt habe, alle Religionen jener Zeit seien im Irrtum, sie seien in die Irre gegangen, sie lehrten die Lehren der Menschen, ihre Kirchen seien von Menschen gemachte Einrichtungen. Kürzlich hat ein Geistlicher, der in Montana sprach, das Zeugnis dessen bekräftigt, was dieser Jüngling vor fast einem Jahrhundert sagte. Ich lese aus dem Bericht seiner Ansprache: ¶
Seit langer Zeit stehen die folgenden Fragen in meinem Sinn obenan: ¶
Ist die Kirche etwas anderes als eine bloße gesellschaftliche Organisation? Ist das Christentum von heute die wahre Lehre des Christus der Bibel? Hat das sogenannte Christentum von heute etwas an sich, das mehr anziehen sollte als jedes andere Glaubensbekenntnis, das der Menschheit helfen soll? Wird die Kirche von heute nicht boykottiert, und das mit Recht? Schmieden wir heute nicht fragwürdige Pläne, um unsere Kirchen zu betreiben? Sind die Führer unserer Kirchen wahrhaft fromm und aufrichtig? Ist nicht der eigentliche Zweck des Predigers die persönliche Erhöhung? — [Der Herr und Meister sagte vor neunzig Jahren, sie wahrsagten für Lohn.] ¶
Ich weiß, dass solche Fragen vielen Menschen nicht sehr genehm sein werden, aber da ich etwas über die Kirche von oben bis unten weiß, und da ich Gott fürchte und lieber wahrhaftig als geachtet sein möchte, stelle ich sie furchtlos. ¶
Die christliche Gemeinschaft der Gegenwart ist laut in ihren Ansprüchen auf gewaltige Eroberungen und bemerkenswerte Siege. Wir werden eingeladen, ihren erworbenen Reichtum, ihre gewaltige Ausdehnung zu sehen und das Klirren ihrer riesigen und komplizierten Maschinerie zu hören. Aber bei all dem behaupte ich, dass das Christentum der Gegenwart einem beklagenswerten Verlust gegenübersteht. Das Christentum von heute hat viel erworben, aber bei diesem Erwerb hat es seine eigene Seele verloren, es hat den Heiligen Geist verloren. Kein wahrer Mann wird es wagen, dieses Argument zu widerlegen, denn wohin man in der Christenheit heute auch gehen mag, wird man finden, dass unsere Religion des übernatürlichen Elements entbehrt, das nach dem Anspruch der Bibel vorhanden sein muss, damit sie bestehen kann. ¶
Es gibt Zeiträume in der christlichen Zeitrechnung, auf die wir mit Staunen und Bewunderung zurückblicken. In jenen Tagen wurden Menschen von der Sünde und dem kommenden Gericht überführt. Damals war das übermenschliche Element in unserem Glaubensbekenntnis sichtbar. Heilige Männer hatten himmlische Visionen. Krankheit wurde durch geistige Macht geheilt. Die Toten wurden auferweckt. Heilige Männer sprachen in anderen Zungen, wie der Geist ihnen zu reden gab. Gefängnistüren wurden geöffnet, und Ananias und Saphira fielen leblos zu Füßen der Apostel, weil sie mit dieser Macht spielten. Ist das geistige Element, das jene Tage so kennzeichnete, ein altes Überbleibsel von etwas Abgetragenem, wie ein Gewand? Der Auftrag an die frühen christlichen Lehrer war, dass sie mit Kraft von oben erfüllt sein und dann hingehen und alle Nationen im Namen des Heiligen Geistes taufen müssten, und jene Macht zeigte sich stets, wenn sie diese Tat vollbrachten. ¶
Die christliche Religion der Gegenwart ist bloß ein gesellschaftliches Gesetzbuch und hat nichts an sich, wodurch sie einen göttlichen Ursprung beanspruchen könnte. Es ist wahrhaft bedauernswert, die Kirchenreligion von heute dabei zu beobachten, wie sie versucht, diese sündige Welt zu retten. ¶
Wir haben unseren Magneten verloren. Dem Christus, der sagte, Er werde alle Menschen zu sich ziehen, wenn Er erhöht würde, wird in der Vielfalt unseres gegenwärtigen kirchlichen Lebens nicht gehorcht, und Er wird missachtet. Da wir der Welt viele Ersatzmittel für echte geistige Macht dargeboten haben, sind diese für die Errettung des Sünders von nicht mehr Wert, als es ein künstliches Herz beim Pumpen von Blut durch die Adern wäre. Wir gleichen Männern, die versuchen, eine Maschine ohne Dampf zu betreiben. ¶
Die Kirche von heute ist die Kirche des Menschen, nicht die Kirche Gottes. Ich sage voraus, dass sie in den nächsten Jahren wie ein Schiff vor schwerer See auf den Felsen zerschellen wird, wenn nicht eine gewaltige Umkehr zu Gott in unseren Reihen stattfindet. ¶
Wir haben ein großes, gebildetes, schulgemachtes Predigtamt, aber ein unbekehrtes Predigtamt. Wir haben eine große Schar auf unseren Kirchenregistern, aber sie sind, von wenigen Ausnahmen abgesehen, eine unbekehrte Schar. ¶
Es ist Zeit, dass die Christenheit etwas Hausputz und Umbau vornimmt. Nun, obwohl ich furchtlos erklärt habe, dass unser gegenwärtiges Christentum nur ein Schatten seines wahren Selbst ist, muss ich dennoch wahrheitsgemäß sagen, dass die Kirche, wenn man sie mit anderen gesellschaftlichen Organisationen vergleicht, den meisten von ihnen in moralischer Hinsicht weit voraus ist. Ich bin bereit, der Kirche den ersten Platz auf der gesellschaftlichen und moralischen Rangliste zuzugestehen, aber ich glaube nicht, dass die Kirche von heute die wahre Kirche Christi ist, weil sie des Heiligen Geistes beraubt ist. ¶
Es ist an der Zeit, dass wir das zweite und dritte Kapitel der Offenbarung lesen und es auf uns selbst anwenden. Wir stehen da, um das wunderbare Evangelium des großen Christus zu predigen, aber wir fallen durch unsere Schwäche auf. Gott helfe uns, den Obersaal zu finden und die feurige Zunge zu erlangen. ¶
Wie danke ich Gott, dass die feurige Zunge von den bescheidenen Ältesten erlangt wird, die hinausgehen, um dieses Evangelium zu verkünden, und dass sie imstande sind, ebenso wie die Fischer, die der Erretter berief, Ihm nachzufolgen und das Evangelium zu verkünden, die Herzen der Menschen zu erwärmen und sie der Sünde zu überführen und sie zur Umkehr zu bewegen. Der Heilige Geist, die Macht Gottes, ist mit allen, die hinausgehen, um diese Botschaft zu überbringen, in jedem Land und in jedem Klima. Die Vollmacht Gottes ist auf die Erde wiederhergestellt worden. Wir haben sie. Gott ist mit uns. Der Heilige Geist ist mit uns. Gott segne alle, die daheim oder im Ausland für die Verbreitung der Wahrheit arbeiten. Wir haben den Geist, dessen Mangel sie eingestehen. Roger Williams sagt, es gebe keine bevollmächtigte Kirche auf Erden. Dieser Prediger aus Montana bestätigt seine Aussage und sagt, dass das Christentum von heute das Christentum der Menschen sei; er bezeugt damit, dass der Jüngling Joseph Smith die Wahrheit sagte, als er die Worte des Erretters zitierte, dass keine der Kirchen das wahre Evangelium habe. Ich erinnere mich, einer Konferenz in Bradford, England, beigewohnt zu haben, mit zweihundertfünfzig und mehr Ältesten, viele von ihnen junge Männer ohne Erfahrung, von denen manche in ihrem Leben noch nie aufgestanden waren, um das Evangelium zu verkünden, bis sie das Büro in Liverpool erreichten; und der Geist Gottes wurde so reichlich über die Männer ausgegossen, die dort sprachen, dass Tränen der Dankbarkeit über die Wangen fast eines jeden Anwesenden liefen. Ich erinnere mich, kürzlich bei einer Fastenversammlung im Gedenkhäuschen an dem Denkmal, das zum Gedenken an den Propheten Joseph Smith errichtet wurde, anwesend gewesen zu sein, als viele Tränen der Dankbarkeit vergossen wurden, als die Ältesten, etwa vierzig an der Zahl, von der Güte Gottes und der Erkenntnis Zeugnis ablegten, die sie besaßen, dass dieses Evangelium, das du und ich angenommen haben, tatsächlich das Evangelium Christi ist. ¶
Der Prediger aus Montana sagt: „Es gibt Zeiträume in der christlichen Zeitrechnung, auf die wir mit Staunen und Bewunderung zurückblicken. In jenen Tagen wurden Menschen von der Sünde und dem kommenden Gericht überführt." In diesen Tagen werden Menschen von der Sünde und dem kommenden Gericht überführt, und sie kehren um von jenen Sünden, und sie bessern ihr Leben, wie Bruder Smith heute hier gesagt hat. Dieses Evangelium Jesu Christi hat manchen Mann emporgehoben, der im Sumpf der Verzweiflung war, der in Sünde und Ungerechtigkeit war, und hat aus ihm einen gottähnlichen, gottesfürchtigen, aufrechten Mann gemacht, bereit und willens, hinauszugehen und zu verkünden, dass Gott lebt, dass Jesus der Christus ist, dass Joseph Smith ein Prophet Gottes ist, und dass er es weiß. Ich bezeuge, dass geistige Kundgebungen in dem Evangelium Christi vorhanden sind, das wir angenommen haben. Der ehrwürdige Martin sagt, dass in frühen Zeiten „dieses übermenschliche Element in unserem Glaubensbekenntnis sichtbar war". Das übermenschliche Element ist heute in unserem Glaubensbekenntnis sichtbar. „Heilige Männer hatten himmlische Visionen." Männer und Frauen zu Hunderten, ja zu Tausenden, haben Visionen von der Göttlichkeit dieses Werkes gehabt, und jede ehrliche Seele, die es angenommen hat, hat das Zeugnis des Heiligen Geistes gehabt. Den Heiligen Geist, dessen Fehlen der ehrwürdige Herr Martin eingesteht, besitzen alle Heiligen der Letzten Tage, die Gott dienen. „Krankheit wurde durch geistige Macht geheilt." Ich bezeuge euch, dass, wenn ein Verzeichnis geführt worden wäre von allen, die geplagt worden sind, die aufgegeben wurden zu sterben, und die durch die Macht Gottes geheilt worden sind, seit der Errichtung der Kirche Christi in unserer Zeit, es ein Buch ergäbe, viel größer als das Neue Testament. Es sind mehr Wunder in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage vollbracht worden, als wir aus den Tagen des Erretters und Seiner Apostel überliefert haben. Heute wird Krankheit durch geistige Macht geheilt. In aller Demut und mit Dankbarkeit gegenüber Gott, meinem himmlischen Vater, gestehe ich frei und offen ein, dass es Gott gefiel, mich zu heilen, und ich bin ein lebendes Denkmal für die heilende Macht des allmächtigen Gottes, die in dieser Kirche Christi ist. ¶
„Die Toten wurden auferweckt." Die Toten sind auferweckt worden. Mein eigener Bruder wurde für tot erklärt, aber durch das Gebet des Glaubens lebt er und präsidiert über einen der Pfähle Zions. Ich weiß, so gewiss ich weiß, dass ich lebe, dass die heilende Macht des allmächtigen Gottes, von der dieser Mann sagt, sie sei in keiner der Kirchen, in der Kirche Christi ist, deren Mitglieder du und ich sind. ¶
„Heilige Männer sprachen in anderen Zungen, wie der Geist ihnen zu reden gab." Ich bezeuge, dass die Gabe der Zungenrede in dieser Kirche ist, dass sie von Männern und Frauen bei sehr vielen Gelegenheiten genossen worden ist. Ich bezeuge, dass es Prophezeiungen durch die Stimme der Zungenrede gegeben hat. Ich stehe heute in Demut hier und bekenne, dass meine Frau, deren Leib nun im Grab liegt, durch den Geist der Zungenrede einen Segen auf mein Haupt aussprach, der sich gänzlich erfüllt hat. Ich bezeuge auch, dass die Gabe der Zungenrede bei einer Gelegenheit gezeigt wurde, als ich ein kleines Kind war, das im Heim des inzwischen verstorbenen William C. Staines auf dem Boden spielte, als Schwester Whitney, Schwester Eliza R. Snow, Schwester Zina D. Young, meine Mutter und andere jener edlen Frauen anwesend waren, deren Leben der ganzen Welt ein Zeugnis von der Reinheit, der Rechtschaffenheit und der Tugend sind, die es in der Kirche Christi gibt. Sie hielten eine FHV-Versammlung ab. Es gab etwas Gesang in Zungenrede von Schwester Whitney; durch die Gabe der Zungenrede wurde von Schwester Snow ein Segen für alle Anwesenden gegeben. Nach der Auslegung durch Schwester Young, und nachdem Schwester Snow alle Schwestern gesegnet hatte, wandte sie sich um und segnete den Knaben, der auf dem Boden spielte, und Schwester Young gab die Auslegung. Ich verstand es nicht, aber meine Mutter machte eine Aufzeichnung davon, und zwanzig Jahre nachdem es gegeben worden war, erfüllte es sich. Was war es? Es war, dass der Knabe zum Mann heranwachsen, dass er einer der Führer der Kirche werden und dass Gott ihn segnen würde, dieses Evangelium in fremden Ländern zu verkünden. Ich sage, dass die Gabe der Zungenrede in der Kirche Christi ist. Ich sage, dass ich ein lebender Zeuge dafür bin, dass sich eine Voraussage, die durch die Gabe der Zungenrede auf mein Haupt gemacht wurde, zwanzig Jahre nach ihrer Gabe erfüllt hat. ¶
Gott lebt; Jesus ist der Christus; Joseph Smith ist ein Prophet des wahren und lebendigen Gottes; das sogenannte Mormonentum ist tatsächlich das Evangelium Christi. Möge der Herr euch und mir helfen, treu, wahrhaftig, aufrecht, ehrlich und tugendhaft zu sein und Seine Gebote zu halten, das ist mein Gebet, und ich bitte darum im Namen Jesu. Amen. ¶