Wie man sich Gottes Thron voller Selbstvertrauen nahen kann
Jörg Klebingat
Wo würden Sie Ihr geistiges Selbstvertrauen vor Gott auf einer Skala von 1 bis 10 einstufen? Haben Sie ein persönliches Zeugnis davon, dass das, was Sie derzeit als Mitglied der Kirche leisten, ausreicht, um das ewige Leben zu erlangen? Können Sie mit Gewissheit sagen, dass der Vater im Himmel Gefallen an Ihnen hat? Was geht Ihnen bei dem Gedanken, Sie hätten in einer Minute eine persönliche Unterredung mit dem Heiland, durch den Kopf? Wäre Ihr Selbstbild hauptsächlich von Sünde, Reue und Unzulänglichkeiten geprägt oder wären Sie einfach voller Vorfreude? Würden Sie ihn ansehen können oder seinem Blick ausweichen? Würden Sie zögerlich an der Tür stehen bleiben oder selbstbewusst auf ihn zugehen? ¶
Wann immer es dem Widersacher misslingt, unvollkommene, aber dennoch eifrige Heilige wie Sie dazu zu bringen, den Glauben an einen persönlichen und liebevollen Gott aufzugeben, bedient er sich teuflischer Schliche, damit Sie sich so weit wie möglich von Gott entfernen. Dem Widersacher ist bewusst, dass der Glaube an Christus – und zwar ein Glaube, der beständig liebevolle, große Barmherzigkeit und sogar mächtige Wunder bewirkt – mit der persönlichen Überzeugung einhergeht, dass man bemüht ist, das Richtige zu wählen. Deshalb wird er versuchen, sich Zugang zu Ihrem Herzen zu verschaffen und Ihnen vorzulügen, der Vater im Himmel sei von Ihnen enttäuscht, das Sühnopfer sei unerreichbar für Sie, es hätte keinen Sinn, auch nur den Versuch zu machen, jeder andere sei besser als Sie, Sie seien unwürdig – und tausend weitere, teuflische Lügen dieser Art. ¶
Solange Sie zulassen, dass solche Stimmen an Ihrer Seele nagen, können Sie sich dem Thron Gottes nicht mit echtem Selbstvertrauen nahen. Was Sie auch tun mögen, wofür Sie auch beten und auf welches Wunder Sie auch hoffen, Sie werden immer gerade genug Selbstzweifel haben, dass Ihr Glaube langsam zerstört wird – und zwar nicht nur Ihr Glaube an Gott, sondern auch Ihr Vertrauen in sich selbst. Das Evangelium auf diese Weise zu leben ist weder eine Freude noch sonderlich gesund. Darüber hinaus ist es völlig unnötig! Es ist ganz allein Ihre Entscheidung, sich zu ändern. ¶
Ich möchte Ihnen gern sechs praktische Vorschläge unterbreiten, die, wenn Sie sie beherzigen, die teuflischen Stimmen verklingen lassen und den Frieden, die Gewissheit und das geistige Selbstvertrauen wiederherstellen, die Sie haben können, wenn Sie nur wollen. Wie Sie sich auf der Skala von 1 bis 10 auch eingestuft haben mögen: Wenn Sie das Sühnopfer Jesu Christi anwenden, können Sie schon heute Ihr geistiges Selbstvertrauen allmählich steigern. Sie müssen nur bereit sein, zuzuhören und etwas zu tun. Ich werde frei heraus sprechen und hoffe, Sie werden dadurch erbaut und sind nicht gekränkt. ¶