Bestätigung der Ansichten von Präsident Smith und Tempelarbeit
John R. Winder
Die Ansichten von Präsident Smith bestätigt. — Stark gestiegenes Interesse an der Tempelarbeit. — Nie gab es einen helleren Tag für die Heiligen. ¶
Infolge einer sehr plötzlichen Erkältung, die sich auf meine Lunge gelegt hat, weiß ich nicht, ob ich mich dieser großen Versammlung verständlich machen kann, aber ich möchte euch sagen, dass ich jedes Wort und jede Ansicht bestätige, die heute Morgen von unserem Präsidenten in unserer Gegenwart gesprochen worden sind. Ich wiederhole, dass ich mit ihm in völliger Übereinstimmung mit jeder Ansicht bin, die er zum Ausdruck gebracht hat. Ich bin dankbar für die Gelegenheit, dies so weit sagen zu dürfen, und dem Herrn meine Dankbarkeit zu bekunden, dass Er so gütig zu mir gewesen ist und mein Leben verschont hat, eine weitere Konferenz zu erleben und euch, meine Brüder und Schwestern, wieder zu begegnen. ¶
Jeden Tag meines Lebens sehe ich neue Beweise für die Wahrheit des immerwährenden Evangeliums und für die Sendung des Propheten Joseph Smith. Es gab eine Sache, auf die der Präsident beiläufig hinwies und die ich gerne erwähnen möchte, nämlich die Errettung der Toten. Ihr werdet euch alle an die große Sorge des Propheten Joseph Smith in Bezug auf dieses Thema erinnern. Bei mehr als einer Gelegenheit sagte er, dass ihn diese Angelegenheit sehr beschäftige, und dass er wünschte, sie dem Volk vorzulegen. Ich freue mich, meine Brüder und Schwestern, euch heute Morgen sagen zu können, dass es ein wunderbares Anwachsen des Interesses an diesem Werk gegeben hat, besonders in den vergangenen sechs Monaten. Der Tempel, das Haus des Herrn, ist bei vielen Gelegenheiten so überfüllt gewesen, dass wir Menschen wegschicken mussten, was uns jedoch sehr leidtut. Jeder Tag zeigt ein Anwachsen dieses Werkes. Die Heiligen der Letzten Tage kommen aus allen Teilen des Landes hierher, aus Alt-Mexiko, Neu-Mexiko, Arizona und allen Siedlungen im Süden, ebenso wie aus Kanada, aus Idaho und allen Siedlungen im Norden. Sie strömen zu Hunderten hierher, und ich darf sagen, zu Tausenden. Dies ist für mich, meine Brüder und Schwestern, einer der Beweise, dass sich das Volk bessert; und sie erfüllen die Verheißungen, die von den Propheten der Vorzeit gemacht worden sind, dass sich das Herz der Väter den Kindern zuwenden würde und sich das Herz der Kinder den Vätern zuwenden würde. Es gibt in dieser Richtung ein größeres Interesse in den letzten sechs Monaten, als ich es je zuvor gesehen habe; und das ist nur eine Sache, die mein Herz heute Morgen erfreut. ¶
Ich habe nie einen helleren Tag als diesen für die Heiligen der Letzten Tage gesehen. Alles, was ich um mich her sehe, und alles, was ich höre, lässt mich frohlocken. Wir haben heute Morgen gehört, dass achtzehnhundert Missionare in der Welt draußen sind und das Evangelium des Lebens und der Errettung predigen: „Friede auf Erden unter den Menschen seines Wohlgefallens." Das ist die Botschaft, die sie hinausgehen, um zu überbringen, und es bleibt jedem Einzelnen freigestellt, sie anzunehmen oder abzulehnen. Nehmen sie sie an, so ist es Leben und Errettung; lehnen sie sie ab, so mag es ihre Verdammnis sein. ¶
Nun, meine Brüder und Schwestern, ich wollte euch nur diese wenigen Worte sagen und Gott, meinem ewigen Vater, meinen Dank und meine Dankbarkeit dafür ausdrücken, dass Er mein Leben so lange bewahrt hat. Ich bin jetzt in meinem siebenundachtzigsten Lebensjahr, und ich bin dankbar, dass ich alle meine Fähigkeiten behalten habe. ¶
Ich bete zu Gott, meinem ewigen Vater, dass Er Sein Volk weiterhin segnen und gedeihen lassen möge; und Er wird es gewiss tun, meine Brüder und Schwestern, wenn wir unsere Pflichten erfüllen und ausüben, wie wir es sollten; und möge der Herr uns helfen, ist mein Gebet. Amen. ¶