Einheit der Autoritäten und Tempelarbeit
John R. Winder
Ihr könnt euch nicht vorstellen, meine Brüder und Schwestern, wie dankbar ich mich heute Morgen fühle, noch einmal das Vorrecht zu haben, mit euch bei der allgemeinen Konferenz zusammenzutreffen. Ich war sehr erfreut, den Bemerkungen zuzuhören, die wir von unserem Präsidenten gehört haben, und ich möchte vor euch von der Wahrheit derselben Zeugnis geben. Präsident Smith hat von der Einheit der Ersten Präsidentschaft und der Apostel gesprochen; auch ich bezeuge dies. Wir sind geeint und arbeiten in allen Angelegenheiten, die das Interesse und Wohl der Kirche Christi auf Erden betreffen, harmonisch zusammen. ¶
Ich weiß das Vorrecht zu schätzen, ein paar Augenblicke vor euch zu stehen, und spreche Gott, meinem ewigen Vater, meinen Dank und meine Dankbarkeit dafür aus, dass Er meine Tage verlängert hat, dass ich diesen schönen Morgen sehen und zu dieser großartigen Versammlung von Heiligen der Letzten Tage sprechen darf. ¶
Mein Wunsch und meine Absicht ist, meinen Präsidenten in allen Angelegenheiten, die das Wohl der Kirche auf Erden betreffen, zu unterstützen und aufrechtzuerhalten. ¶
Ich bin sehr dankbar, meine Brüder und Schwestern, für die erfreulichen Berichte, die uns über den Fortschritt des Werkes des Herrn in der ganzen Welt erreichen, wo unsere Missionare arbeiten. Während das Werk in der Welt gedeiht, bin ich sehr dankbar, sagen zu können, dass das Werk des Herrn auch in Seinen heiligen Tempeln zunimmt und sich vermehrt. Dies ist eine Pflicht, die den Heiligen auferlegt ist; der Herr verlangt, dass sie im Namen der Toten dienen, und es ist mitunter erstaunlich, das Interesse zu sehen, das dieser Sache entgegengebracht wird. Unsere Tempel sind häufig bis zum Überfließen gefüllt, und dies ist uns eine Quelle großer Freude. ¶
Präsident Smith machte eine Bemerkung in Bezug auf jene, die um Erlaubnis bitten, Arbeit für Verstorbene zu verrichten, die unwürdig waren. Solche Fälle sind vorgekommen, und ich habe mich gewundert, dass Brüder und Schwestern nicht besseres Urteilsvermögen zeigen — wenn ich diesen Ausdruck gebrauchen darf —, als die Vorrechte des Hauses des Herrn für jene zu erbitten, die nicht würdig sind. Ich zweifle nicht, dass sie sich angelegen sein lassen und wünschen, alles zu tun, was sie können, für die Errettung ihrer Verwandten; aber sie sollten in diesen Angelegenheiten Weisheit walten lassen. ¶
Ich hoffe, meine Brüder und Schwestern, dass wir alle geeint sein werden — dass die Heiligen der Letzten Tage in der ganzen Welt alle ebenso geeint sein werden, wie es die Autoritäten der Kirche heutzutage sind, und dass das Werk des Herrn weiterhin auf Erden wachsen, gedeihen und sich vermehren wird. ¶
Ich fühle mich veranlasst, Gott, meinem ewigen Vater, abermals meine Dankbarkeit für Seine Güte und Barmherzigkeiten mir gegenüber auszusprechen. Er hat meine Tage verlängert, bis ich nun fast sechsundachtzig Jahre alt bin, und ich bin dankbar für das Maß an Gesundheit und Kraft, das ich genieße. Meine Entschlossenheit ist heute Morgen, dass ich Präsident Joseph F. Smith mit aller meiner Macht, meinem Sinn und meiner Kraft beistehen und ihn aufrechterhalten werde; dass ich die Gebote Gottes halten werde und dass ich und mein Haus dem Herrn von nun an und für immer dienen werden. Dies ist mein Wunsch und Gebet im Namen des Herrn Jesus Christus. Amen. ¶